Aktuelles

Dansenberger Jung tritt ab

Über einen kleinen Umweg ist "Xey", wie er in Dansenberg gerufen wird, im Sommer 2019 zu seinem Heimatverein zurückgekehrt. Während der Saison ließ er bei seinen wenigen längeren Einsätzen seine individuelle Klasse aufblitzen. Seit kurzem ist er stolzer Vater und die Prioritäten haben sich naturgemäß verschoben. Wir bedanken uns bei dir Alexey für deinen Einsatz, aber auch für dein Talent, die Stimmung in der Kabine hoch zu halten. Wir sehen uns in der Halle!

Und dann gibt es da noch einen langjährigen Weggefährten, der es sich nicht nehmen ließ, ein paar ganz persönliche Gedanken zu formulieren!

Alexey Gaydukejich (so hieß er früher, ob die Schreibweise korrekt ist, muss geprüft werden) kam in der D-Jugend zum TuS. Horst (Zirkel, Jugendtrainer) hatte angekündigt, dass jemand aus Russland zu uns kommt, der kein Wort deutsch kann und so war es dann auch. Eines Tages stand da ein Junge in der Halle in einem giftgrünen Trikot, Turnschuhen und einem Handball in der Hand.

Er hat sich dann aber gar nicht so doof angestellt und sein Deutsch wurde auch von Jahr zu Jahr besser. Das Besondere: Sein Kopf nahm mehr und mehr die Form eines Würfels an. Aber abgesehen davon haben wir mit Alexey ein wahnsinniges Talent in unseren 92er Jahrgang dazu bekommen.

Ein Highlight war als wir in der B-Jugend an der Sensation schnupperten, und im Rückspiel in Wallau-Massenheim fast das Finale der Südwestdeutschen Meisterschaft erreicht hätten. Leider fuhren wir damals mit leeren Händen nach Hause, aber die Erinnerung an die Stimmung war schon richtig geil und wir hatten alle Gänsehaut beim Einlaufen.

Danach war für Alexey und mich die Jugend fast gelaufen. In der A-Jugend waren wir mit 17 Jahren bereits fester Bestandteil der 1. Herrenmannschaft unter der Leitung von Kai Christmann. Gleich im ersten Jahr feierten wir die Meisterschaft und den Aufstieg. Unvergessen unser Aufstiegslied 70:30 (kleiner Insider)! Danach war Feiern angesagt. Ich kann mich noch sehr gut an den Autokorso durch's Dorf erinnern, als wir zu zehnt auf einem Cabrio „gesessen“ haben.

In unserer gemeinsamen Zeit in der Oberliga haben wir viele Höhen und Tiefen erlebt. Die Jahre mit Alexey in der 1. Mannschaft waren immer lustig und alle hatten viel Spaß mit Ihm, auch der Trainer, gell Kai? Stets bemüht, hat er die Dinger kurz halb hoch eingeschweißt, Woche für Woche. Wenn aber mal einer nicht drin war… oweh. Auch bestens in Erinnerung, als er auf Rückraummitte die Spielzüge ansagen durfte. Da er als gebürtiger Russe gerne das "R" rollt, gab es beim Ansagen des Spielzuges "Parallel Rechts" den ein oder anderen Lacher der Teamkollegen.

Nach seiner Rückkehr im letzten Jahr, von der VTZ Saarpfalz über den TV Homburg zum TuS, war es uns leider nicht mehr vergönnt, zusammenzuspielen. Aber Freunde sind wir seit der D-Jugend und ich weiß was ich an Alexey habe und ich werde sein erstes Training mit uns nie vergessen!!

Ich wünsche dir privat alles, alles Gute, vor allem viel Gesundheit für dich und deine Familie!

Markus Seitz

#55 Alexey Wetz

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