Quelle: Die Rheinpfalz vom 03.02.2010

„Man muss sich keine Sorgen machen"

Hintergrund: Es läuft nicht wirklich rund in dieser Handball-Saison für die Regionalliga-Nachwuchsteamsdes TuS Dansenberg. Die A-Jugend ist in ihrer Staffel das traurige Schlusslicht, und die B-Jugend steht alsTabellenvorletzter nur unwesentlich besser da. Jugendleiter Sebastian Wächter sieht trotzdem Lichtblicke.

Von Steffen Gall

„Bei beiden Mannschaften waren positive Sachen zu erkennen. Beide haben gezeigt, dass sie Handball spielen können, darauf lässt sich aufbauen", sagt Sebastian Wächter mit Blick auf die Heimspiele der A- und B-Jugend am Sonntag in der Dansenberger Sporthalle. Dass sie trotz ihrer mageren zwei Siege aus zwölf Saisonspielen alles andere als Kanonenfutter sind, bewiesen die A-Jugendlichen in der Regionalliga West. Der von Christopher Seitz trainierte Nachwuchs hatte den Tabellenführer TSG Friesenheim zu Gast und knöpfte den erfolgsverwöhnten Vorderpfälzern, deren erste Herrenmannschaft der Zweiten Bundesliga angehört, einen Punkt ab (31:31).

Der Dansenberger Talenttruppe um Kapitän Alexey Wetz tut dieser Teilerfolg sicher gut. Viel Grund zum Jubeln hatte sie in dieser Saison nämlich noch nicht. Im Vergleich zum Hinspiel in Friesenheim, bei dem sich die TuS-Junioren über 40 Gegentore eingefangen hatten (32:43), war das Remis gegen die „Jung-Eulen" ein echtes Ausrufezeichen. Zumal die Gastgeber lange Zeit zurücklagen und erst in der Schlussphase wieder in Schlagweite kamen. „Das war eine sehr gute kämpferische Leistung", lobt Jugendleiter Wächter und zeigt sich angetan von der Arbeit des Trainers. Seitz hat das Amt Ende November von seinem Erstmannschaftskameraden Dominic Daneker übernommen, der nach dem Fehlstart frustriert zurückgetreten war (wir berichteten). Wächter bescheinigt auch Daneker gute Arbeit, an ihm habe es auf keinen Fall gelegen. Aber mit Seitz sei „nochmals mehr Zug und Motivation reingekommen".

Sechs Spiele haben die Dansenberger A-Jugendlichen noch vor der Brust, die Hälfte davon in eigener Halle. Und diese dürfte nach dem Geschmack des Mannschaftskapitäns Alexey Wetz gerne mal wieder etwas voller sein. Der wurfgewaltige Rückraumspieler, der sich schon einen Platz im ersten Herrenteam erkämpft hat, klagte zuletzt über mangelndes Interesse an den Spielen der A- und B-Jugend. An diesem Wochenende sei die Zuschauerresonanz aber ordentlich gewesen, informiert Sebastian Wächter. Dass die B-Jugendlichen in der vergangenen Saison - damals noch mit Wetz - mehr Leute zu ihren Spielen lockten, lässt sich schon durch den Erfolg erklären: Das Team zeigte 2008/2009 tollen Nachwuchs-Handball, qualifizierte sich für die Südwest-Endrunde und schied dort nach überzeugenden Leistungen nur knapp im Halbfinale gegen die JSG Wallau/Massenheim aus. In der aktuellen Runde war das Ticket für die „Südwestdeutsche" hingegen schnell kein Thema mehr. Erst zwei Siege sind den Dansenbergern gelungen. Bereits dreimal musste sich das TuS-Team von Trainer Benjamin Lanz mit jeweils über 20 Toren Differenz geschlagen geben. In zwölf Spielen haben die jungen Lauterer 406 Gegentreffer kassiert - in zwei Spielen sogar über 40 - und stellen damit die schwächste Defensive der Regionalliga West.

Am Sonntag musste sich die TuS-B-Jugend der TSG Friesenheim geschlagen geben (21:31), konnte die Dansenberger Halle aber erhobenen Hauptes verlassen. „Die Mannschaft hat sich 40 Minuten sehr gut verkauft und nur mit drei, vier Toren hinten gelegen. Das war richtig gut, was die Jungs da gezeigt haben", betont Jugendleiter Wächter im Rückblick auf die Partie gegen den Tabellenzweiten aus Ludwigshafen.

Da sich die A- und B-Jugendteams vor jeder Saison neu für die Regionalliga qualifizieren müssen, droht den Dansenberger Talenten kein Abstieg. Der Verein hat seine beiden ältesten Nachwuchsteams auch für die nächste Spielzeit wieder gemeldet und wird somit in den Qualifikationsspielen vertreten sein. Das Potenzial, erneut den Sprung in die höchste Klasse dieser Altersstufen zu schaffen, sei auf jeden Fall vorhanden, betont Wächter. Und auch der restliche Unterbau sei gesichert: „Man muss sich keine Sorgen um den Dansenberger Nachwuchs machen. Der Zulauf ist enorm", sagt der Jugendleiter des TuS und geht davon aus, dass in den nächsten Jahren stets genügend Spieler in die erste Mannschaft rücken.

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