FSG 2 verliert nach großem Kampf Meisterschaftsspiel in Kirrweiler
Es hat am Ende nicht ganz gereicht. Die FSG-Mädels haben das entscheidende Spiel beim TV Kirrweiler mit 31:28 (17:11) verloren. Kirrweiler sichert sich somit die Meisterschaft in der Bezirksoberliga. Trotz großer Enttäuschung direkt nach dem Spiel kann die FSG 2 die Saison erhobenen Hauptes beenden und zumindest die Vizemeisterschaft feiern. Nach der Rückrunde mit Höhen und Tiefen ist auch dies ein großer Erfolg.
Das Spiel vor stimmungsvoller Kulisse auf beiden Seiten begann ausgeglichen. Bis zum 4:4 (9. Minute) durch die Rückraumtreffer von Antje Giller und Paula Hack konnte die FSG das Spiel offen gestalten. Die Bank der FSG feierte und beklatschte laut jede Aktion ihrer Spielerinnen auf dem Feld, sei es eine Abwehraktion, ein Tor oder gehaltene Bälle von Torhüterin Nadine Wolf – Teamgeist pur!
Die 10.-20. Minute war dann retrospektiv gesehen spielentscheidend. Kirrweiler erhöhte auf 8:4. Trainer Patrick Krüger nahm eine Auszeit. Doch die verpuffte. Die FSG verwarf erst durch Antje Giller einen von Kreisläuferin Jacky Gorges herausgeholten Siebenmeter. Auch aus dem Angriffsspiel heraus gelang es der Mannschaft nicht, die nötige Tiefe ins Spiel zu bringen. Ebenso die Rückraumwürfe ins kurze Eck waren Beute der gegnerischen Torhüterin. Im Gegenzug konnte Kirrweiler über Anspiele an den Kreis oder klug herausspielte Siebenmeter den Vorsprung bis zur Halbzeit weiter erhöhen (12:6,16:10). Miriam Schoeneich und Anki Seitz-Fröhlich sorgten zumindest dafür, dass es „nur“ mit einem 17:11-Rückstand in die Pause ging.
Trainer Patrick Krüger stellte zur 2. Hälfte die Abwehr auf eine doppelte Manndeckung gegen Yvonne Grün und Olga Roth um, wodurch der Spielfluss von Kirrweiler mehr ins Stocken geriet, die Abwehr immer mehr Zugriff bekam und technische Fehler beim Gegner provozierte. Aber die FSG konnte, auch durch eigenes Wurfpech, zunächst keinen Profit daraus schlagen, sondern geriet noch weiter in Rückstand (19:11). Doch die Mädels gaben sich zu keinem Zeitpunkt auf und schafften es, schrittweise zu verkürzen: 20:15 und 25:21 in der 49. Minute durch Rückraumwürfe von Hack, Giller und Schoeneich, sowie über Anna Oberhaus von Rechtsaußen.
Beim 27:24 und 28:25 war die FSG in der 55. Minute in Schlagdistanz, alles war wieder offen. Auch Torhüterin Johanna Jacob konnte in dieser Phase einige Bälle entschärfen. Das 28:26 lag in der Luft, Kirrweiler wirkte beeindruckt, aber Anki Seitz-Fröhlich scheiterte freistehend vorm Tor unglücklich am Pfosten. Kirrweiler erhöhte in der Folge wieder auf 30:25 (57. Min.). Mit offener Manndeckung stemmten sich die Mädels mit aller Kraft gegen die Niederlage, aber die Hypothek aus Hälfte eins war am Ende zu groß und die Aufholjagd endete mit einer 31:28-Niederlage, während Kirrweiler die Meisterschaft bejubelte.
Es spielten für die FSG: Paula Hack (10), Antje Giller (8), Miriam Schoeneich (5), Anna Oberhaus (4), Ann-Katrin Seitz-Fröhlich (1) Luka Anger, Jacqueline Gorges, Mia Lenz, Chantal Martin, Delayah Hörr, Lisa Förster, Aylin Karadelme, Helen Arnold, Maria Ketz, Johanna Jacob (Tor), Nadine Wolf (Tor)
(von Antje Giller)

