Deutlicher Heimsieg gegen wSG Rheinauen
Nach der enttäuschenden Auswärtspleite in Thaleischweiler war die Ausgangslage für die FSG klar: Gegen den Tabellenletzten wSG Rheinauen musste ein Sieg her, vor allem aber musste man wieder zu alter Stärke, Struktur und Selbstvertrauen finden. Trotz der krankheitsbedingten Ausfälle von Paula Hack und Selina Blaese ging das Team selbstbewusst, aber nicht überheblich in die Begegnung.
Die Partie begann mit einem kleinen Dämpfer: Rheinauen erzielte den ersten Treffer der Begegnung und nutzte den kurzen Moment der Unsicherheit der FSG. Doch die Antwort der Gastgeberinnen fiel prompt und eindrucksvoll. Mit einem 5:0-Lauf, eingeleitet von Ann-Sophies Rückraumwucht und einem ansehnlichen Tempospiel von Vica und Julia, übernahm Kaiserslautern/Dansenberg sofort die Kontrolle. Was man der Mannschaft schon früh ansah: Der Wille zur Wiedergutmachung war da. Tempo, klare Laufwege, konsequente Zweite-Welle-Angriffe, das alles griff wieder. Nach dem 5:1 dominierten die Gastgeberinnen das Spielgeschehen vollends. Die FSG nutzte beinahe jeden Fehler Rheinauens gnadenlos aus. Besonders beeindruckend war eine Phase zwischen der 10. und 18. Minute: Rheinauen gelang in acht Minuten kein einziger Treffer, während die FSG über Vica und die beiden Flammann- Schwestern Tor um Tor davonzog. Die Abwehr stand in dieser Phase hervorragend: schnelle Beine, klare Absprachen, aktives Heraustreten, genau das, was eine Woche zuvor gefehlt hatte. Dahinter glänzte Antonia Soffel mit mehreren Paraden, auch gegen freie Würfe. Bis zur Halbzeit spielte sich die FSG in einen Rausch und führte verdient 21:8.
Nach dem Seitenwechsel legte die FSG sofort wieder los. Direkt nach Wiederanpfiff folgte ein 6:0-Lauf, der sämtliche Resthoffnungen der Gäste im Keim erstickte. Alle Spielerinnen zeigten Präsenz und Torgefahr. Gerade die Phase zwischen der 35. Und 45. Minute war ein Paradebeispiel für das, was die FSG eigentlich auszeichnet: hohe Geschwindigkeit, kompromisslose Abschlüsse, konsequent herausgespielte Chancen und eine stabile, aktive Abwehr. Rheinauen mühte sich zwar redlich, doch die FSG ließ nur noch wenig zu. Immer wieder wurden Bälle herausgeblockt, Passwege zugestellt und schnelle Gegenstöße gelaufen. Ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft in diesem Spiel endlich wieder Spaß am eigenen Handball hatte. Während die Partie in der Schlussviertelstunde längst entschieden war, blieb die FSG fokussiert und baute den Vorsprung Tor um Tor aus. Symbolisch dafür stand Eggers, die mit insgesamt 11 Treffern eine ihrer stärksten Saisonleistungen zeigte. Am Ende stand ein auch in dieser Höhe vollkommen verdienter 43:15-Heimerfolg.
Dieses Spiel war die richtige Antwort auf die vergangenen Wochen. Mit diesem deutlichen Erfolg im Rücken geht die Mannschaft nun mit einem richtig guten Gefühl in das Spitzenspiel gegen den TSV Kandel, der punktgleich mit der FSG ist. Samstag, um 17:30 Uhr in der IGS-Halle Kandel Ein echtes Topspiel und vielleicht die wichtigste Partie der Hinrunde. Wir freuen uns über Unterstützung!
Es spielten: Antonia Soffel, Anna-Lena Flammann (5), Cira Flammann (2), Victoria Bronevski (8), Rabea Breininger (3), Julia Jost (9), Lavinia Neumann, Vanessa Müller (1), Julia Seitz (2), Ann-Sophie Eggers (11/3), Marisa Teixeria Araújo (2), Ann-Katrin Seitz. Offizielle: Kristina Strey, Patrick Krüger, Paula Hack, Selina Blaese
(von Julia Jost)
