B-Jugend gewinnt auswärts gegen HG Saarlouis mit 29:35 (18:15)
Nach Sieg und Niederlage zum Start in die Regionalliga Südwest Saison 2025/26 ging es für die B-Jugend des TuS 04 Dansenberg unter der Leitung von Trainer Christian Buchner zum Abschluss der Hinrunde der Vorrunde zum saarländischen Vertreter HG Saarlouis in die Stadtgartenhalle. Dort wollte man den nächsten Schritt in Richtung der angestrebten Qualifikation zur Meisterrunde machen.
Die TuS-Youngsters erwischten den besseren Start in die Partie, führten nach dreieinhalb Minuten 2:4 und nach sechs Minuten 3:5. Torschützen waren die beiden besten Werfer der Dansenberger, Jakob Mende (11 Tore) und Julian Flack (7 Tore). Danach jedoch brach die Leistung der Gäste ein, insbesondere in der Offensive leistete sich der TuS viel zu viele Fehler, 13 Fehlwürfe und 8 technische Fehler alleine im ersten Durchgang sprechen eine klare Sprache: „Eine absolute Vollkatastrophe, ganz ganz schlecht. Wir haben reihenweise beste Chancen verworfen. Wenn man es da als Trainer nicht an den Blutdruck bekommt, dann weiß ich auch nicht“, hadert Buchner. Er hatte versucht, seine Truppe auf die außergewöhnliche Spielweise der Saarländer einzustellen, doch seine Spieler taten sich enorm schwer gegen die sehr offensive Deckung der HG. In der Offensive setzt Saarlouis auf das Eisenacher Modell mit vier Rückraumspielern und ohne Kreis, auch damit hatten die Gäste einige Probleme. Trotz all dem gelang es den Dansenbergern bis zum 12:12 (19.) Schritt zu halten, ehe sich die Partie dann „total in die falsche Richtung entwickelte“, so Buchner, der das Spiel seiner Jungs in den letzten Minuten vor der Pause als „nur noch Kraut und Rüben zusammengespielt, das konnte man sich kaum angucken“, beschreibt. Die Hausherren nutzten das geschickt aus, zogen erstmals etwas davon, 15:12 (23.), und lagen zur Pause verdient mit 18:15 in Führung.
„Ich habe mit meiner Kabinenansprache versucht, dem entgegenzuwirken, habe nochmal klar auf den Spielplan der HG hingewiesen, betont, dass wir anders agieren müssen. Gerade gegen die sehr offensive Abwehr müssen wir uns viel mehr ohne Ball bewegen“, so Buchner.
Doch seine Ansprache zeigt wenig Wirkung, es wird zunächst nicht besser, die HG kann den Vorsprung stabil halten, ehe es dem TuS gelingt, auf 21:20 (32.) zu verkürzen. Doch statt des Ausgleiches folgt der größte Rückstand des Spiels, die Hausherren erhöhen auf 24:20 (36.), dann auf 25:21 (37.): „Wir haben ihnen das Spiel durch eigene Fehler in Abwehr und Angriff wieder in die Hand gegeben, es funktionierte nichts“, kritisiert Buchner, der daraufhin eine Auszeit nahm, bei der er „etwas ungehalten“ (Buchner) war. Das zeigte Wirkung, es war nun spürbar mehr Energie im Team, der TuS verteidigte deutlich besser, spielte im Angriff cleverer und nutzte seine Chancen besser als im ersten Durchgang, 67% Angriffseffektivität im Vergleich zu 31%. Die Folge: Mit einem 4:0 Lauf gelingt der Ausgleich zum 25:25 (40.), ehe die Dansenberger die Partie mit dem Treffer von Felix Seiwerth zum 26:27 (41.) sogar ganz drehen. Beim 28:28 (43.) steht es ein letztes Mal Unentschieden, was dann folgte war eine denkwürdige Schlussphase, in der die Gäste die Begegnung mit einem 6:0 Lauf auf 28:34 (49.) entschlossen für sich entscheiden konnten, Endstand 29:35.
„Es hat sich wieder gezeigt, wir hatten in der Schlussphase, trotz angeschlagenen Spielern, einfach wieder mehr Kraftreserven und konnten das Spiel da komplett in die Hand nehmen. Der Lauf von 28:28 auf 29:35 zeigt was wir geschafft haben, wir hatten hintenraus mehr Energie und haben deutlich besser gespielt“, lobt Buchner, mahnt aber auch an: „Die erste Halbzeit war eine Katastrophe, das dürfen wir uns nicht erlauben, auch wenn das Ergebnis am Ende gestimmt hat. Wir müssen mehr Stabilität in unser Spiel bringen. Im Gegenzug ist es aber auch genial, diese Comeback-Qualitäten zu haben. Das zeigt, das die Jungs weiterhin an sich geglaubt haben, nie den Kopf verloren haben und kämpferisch immer dran geblieben sind. Am Ende haben sie gezeigt, wozu sie fähig sind, wie stark sie spielen können“.
Autor: Martin Kling

