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Saisonrückblick - Meisterliche Pokalrunde

B-Jugend gewinnt Pokalrunde der Regionalliga Südwest

Der Start in die Pokalrunde war nicht einfach für die B-Jugend des TuS 04 Dansenberg unter der Leitung von Trainer Christian Buchner. Denkbar knapp verpasste das Team den Einzug in die Meisterrunde der Regionalliga Südwest. Der TuS war punkgleich mit der JSG Mosel/Ruwer, hatte sogar ein besseres Torverhältnis, verlor aber den direkten Vergleich. „Der Frust in der Mannschaft war groß“, erinnert sich Buchner. Besonders bitter im Rückblick: Die beiden Teams aus der Vorrundengruppe des TuS, der TV Nieder-Olm und Mosel/Ruwer, wurden in der Meisterrunde Erster und Zweiter. Meister Nieder-Olm hatten die Dansenberger im ersten Spiel der Saison auswärts deutlich mit 26:35 besiegt: „Wir hätten in der Meisterrunde einiges erreichen können“, ist sich Buchner sicher. 

Die Pause vor dem Start in die Pokalrunde nutzte Buchner, um das Team neu einzustellen, erinnerte seine Spieler daran, dass auch die Pokalrunde noch immer Regionalliga Südwest ist: „Ich habe die Jungs nach Zielen gefragt, sie wollten unter die Top2. Ich habe ihnen gesagt, dass ich sie daran messen werde.“ Daraufhin ging ein Ruck durch das Team, gleich im ersten Spiel holte man einen „dreckigen“ (Buchner) 34:35 Auswärtssieg gegen den HC Berchem, trotz zwischenzeitlichem 6-Tore-Rückstand: „Ich hatte direkt ein gutes Gefühl, habe gemerkt, da geht was, in der Mannschaft passiert was“, freute sich Buchner.

Auch im ersten Heimspiel der Pokalrunde gelang ein 34:32 Sieg gegen den starken Tabellenvierten, die Linksrheinische JSG: „Da haben sich die Jungs richtig gut präsentiert“, lobte Buchner. Die unglückliche 33:32 Auswärtsniederlage gegen den Lokalrivalen HSG Eckbachtal dämpfte dann zwar die Stimmung ein wenig, doch: „Die Jungs mussten lernen, mit Niederlagen zu leben. Man zeigt Charakter als Mannschaft, wenn man eins auf die Mütze bekommt, das haben die Jungs super gemacht“, meinte Buchner und erklärt: „Die Spieler haben im Training weiter fokussiert gearbeitet Gas gegeben und sind die Spiele nach dem Eckbachtal Spiel extrem konzentriert angegangen.“

So dominierte der TuS die nächsten Partien und gewann entsprechend hoch, spielte souverän, egal was die Gegner versuchten. Ob Manndeckung, offensive Abwehr, oder ähnliches, die Dansenberger fanden immer gute Lösungen. So besiegte man den HC Berchem auch zuhause, 30:28, und ließ einen großartigen 31:36 Auswärtssieg gegen die Linksrheinische JSG folgen. Die Mannschaften aus dem Tabellenkeller wurden teilweise demontiert, 41:14 gegen die MJSG Saulheim/Alzey, 27:40 gegen die JSG Osthofen/Worms oder 31:19 gegen die JSG Merchweiler- Quierschied.

Während die Abwehr zu Beginn der Runde noch etwas wackelte, steigerte sich die Defensivarbeit der Dansenberger deutlich. Am Ende hatte man die mit Abstand beste Abwehr der Pokalrunde, 349 Gegentore waren 36 weniger als die nächstbeste Verteidigung kassierte.

Die nahezu makellose Bilanz wurde nur von der Niederlage gegen Eckbachtal getrübt. Dafür wollte man sich im Rückspiel vor heimischem Publikum revanchieren. Gleichzeitig würde das Spiel über die Meisterschaft entscheiden, nur mit einem Sieg hätte die HSG Eckbachtal eine Minimalchance auf die Meisterschaft gewahrt. Denn während die anderen Teams sich gegenseitig Punkte wegnahmen, „haben wir sehr stabil gegen alle bestanden. Sowohl in Ergebnis als auch der Spielweise. Die Jungs haben sich toll entwickelt, auch in ihrer Selbstständigkeit auf dem Feld. Ein Faktor, der uns enorm nach vorne gebracht hat“, schwärmt Buchner. Zudem hatte man den letztendlichen Tabellenzweiten HG Saarlouis bereits in der Vorrunde zweimal deutlich besiegt, 29:35 auswärts, 33:22 zuhause, und nahm diese vier Punkte mit in die Pokalrunde.

Doch das Duell gegen die HSG verlief zunächst gar nicht nach Plan. Ohne die Leistungsträger Jakob Mende und Oliver Bembenik und mit einem dünnen Kader taten sich die Dansenberger schwer, fanden offensiv keine Lösungen, trafen schlechte Wurfentscheidungen. So zeichnete sich zu Beginn der zweiten Hälfte ein Debakel ab, als Eckbachtal mit einem 6:0 Lauf auf 10:18 (30.) davonzog, kurz später stand es 11:19 (32.). Doch dann ging ein Ruck durch die Mannschaft: „Die Jungs haben das Spiel nicht aufgegeben, wollten auf keinen Fall zweimal gegen Eckbachtal verlieren“, kommentierte Buchner und führte aus: „Es war klar, dass es nicht mehr über das Spielerische gehen wird, wir mussten die Partie emotional an uns reißen, und zurückkämpfen.“ Gesagt, getan, die Dansenberger kämpften ab jetzt stark und leidenschaftlich, warfen alles, was sie hatten in die Waagschale – insbesondere in der Abwehr. So kassierte man in den letzten 19 Minuten der Partie nur noch vier Gegentore und legte damit den Grundstein, den Rückstand Stück für Stück zu verkürzen. Am Ende war es Julian Flack, der die Nerven behielt und mit einem Siebenmeter nach Ablauf der Spielzeit den 23:23 Ausgleich erzielte. „Eine sensationelle Leistung, ein Wahnsinns Kampf. Das war ein großer Schritt nach vorne für die Jungs, sie sind in sich, als Mannschaft so gefestigt“, schwärmte Buchner.

In den letzten beiden Spielen folgten Siege gegen die Kellerkinder Saulheim/Alzey, 20:26, und Osthofen/Worms, 31:18. „Das Spiel gegen Worms war die Kür“, kommentiert Buchner, der betont: „Wir sind verdient Meister geworden, auch wenn der Ärger über die verpasste Meisterrunde noch nachhallt.“

Zum Saisonabschluss ging es dann für B1 und B2 zum großen Jugendturnier ins dänische Kolding. Dort zeigten beide Teams eine starke Leistung, die B2 wurde Zweiter, während sich die B1 mit einem dritten Platz zufriedengeben musste, obwohl sie kein Spiel verloren hatte, dies war dem ungewöhnlichen Modus geschuldet. „Die Jungs haben sich nochmal entwickelt, das hat man auch in Kolding gesehen, dort haben sie enorm stark gespielt. In dem Team steckt noch großes Potenzial, sowohl als Mannschaft, aber auch in den einzelnen Spielern, auch wenn sie jetzt schon richtig stark sind. Das hat mich sehr positiv gestimmt für die Zukunft“, lobt Buchner, dessen Aufgabe es auch weiterhin sein wird, diese Zukunft zu gestalten und das Potenzial aus den Spielern herauszuholen. Denn er wird die Jungs, die er schon seit der C-Jugend trainiert, im nächsten Jahr in die A-Jugend begleiten. Dort steht im Mai die Qualifikation für die nächstjährige Regionalliga an.

Autor: Martin Kling
 

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