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Souveräne Quali mit jungem Team

Die A-Jugend des TuS 04 Dansenberg von Trainer Christian Buchner sah sich einer schweren Aufgabe gegenüber, denn bis auf zwei Spieler besteht das Team ausschließlich aus dem jüngeren 2009er Jahrgang. „Wir wollten unbedingt in die Regionalliga, das ist für die Entwicklung der Jungs so wichtig“, erzählt Buchner. Im Vorfeld des ersten Qualitages in der heimischen Halle in Dansenberg „wuchs die Anspannung enorm, je näher der Tag kam“, erinnert sich Buchner. Vor dem ersten Spiel gegen die Südpfalztiger erreichte die Nervosität dann ihren Höhepunkt, ehe sie abrupt abfiel, denn: „Die Jungs haben das überragend gelöst“, schwärmt Buchner. Gegen deutlich unterlegene Südpfälzer legten die TuS-Jungs einen überdeutlichen 38:16 (17:7) Kantersieg auf die Platte. Nur die Anfangsminuten waren ausgeglichen, nach dem 2:2 (6.) erhöhten die Dansenberger auf 5:2 (8.) und nachdem die Tiger noch einmal verkürzten, 5:4 (10.), sorgten die Hausherren mit einem beeindruckenden 8:0 Lauf auf 13:4 (19.) früh für klare Verhältnisse und besorgten so schon im ersten Durchgang eine Art Vorentscheidung, denn: „Die Südpfalztiger haben sich schnell aufgegeben“, findet Buchner. 

In Hälfte zwei schraubte die A-Jugend die Führung nach Belieben weiter in die Höhe, die Tiger hatten ihnen nichts entgegenzusetzen. „Nicht nur die Höhe des Sieges war super, sondern auch die Art und Weise“, schwärmt Buchner und führt aus: „Die Jungs standen sehr selbstständig auf dem Feld, haben immer Lösungen gefunden, hatten ein gutes Tempospiel aus einer stabilen Abwehr heraus.“ Den Kantersieg beschreibt Buchner als „extremen Brustlöser für mich und die Jungs“, denn dadurch hatte man die Qualifikation schon so gut wie sicher, der Sieg der JSG TG Osthofen/HSG Worms im zweiten Spiel des Tages bestätigte das dann.

Im Duell mit den Nibelungenstädtern ging es dann darum, wer in die Gruppensieger Runde einziehen wird. Die Dansenberger gingen als klarer Favorit in das Spiel, doch durch die bereits sichere Quali fehlte die Körpersprache und Spannung. „Da muss ich die Jungs in Schutz nehmen“, meint Buchner und erklärt: „Wir wussten alle, der Schritt in die Regionalliga war geschafft, dadurch war die Anspannung weg und wir haben dementsprechend schlecht gespielt und verdient verloren.“ Offensiv leistete man sich zu viele, auch freie, Fehlwürfe, die Defensive stand schlecht, kassierte viele Gegentore über den Kreis, „obwohl wir viel Abwehr trainiert haben, das hat mir nicht gefallen“, hadert Buchner. Osthofen/Worms hingegen wollte es sichtlich mehr, war bis in die Haarspitzen motiviert, am Ende aber doch auch überrascht über den eigenen Sieg gegen den Favoriten. Nach einem Fehlstart, 0:3 (3.), fingen sich die Hausherren vermeintlich und drehten die Partie auf 5:3 (7.). Doch anstatt die Spielkontrolle zu übernehmen, entglitt ihnen die Begegnung mehr und mehr. Lediglich Jakob Mende, der mit unglaublichen 17 Toren überragte, stemmte sich bis zuletzt verzweifelt gegen die Niederlage. 

Eine Woche später reiste man dann nach Schifferstadt zur zweiten Runde der Qualifikation. Bedingt durch Klassenfahrten und Krankheiten war Training in der Zwischenzeit quasi nicht möglich. Dennoch war die Stimmung in der Mannschaft sehr positiv. Trainer Buchner war extra früher angereist, um die beiden Gegner im ersten Spiel des Tages zu scouten, auch die Spieler waren schon vor dem vereinbarten Zeitpunkt da, um sich ihre Kontrahenten anzuschauen: „Sie haben gezeigt, die wollten, sie waren motiviert, sich eine gute Ausgangsposition für die Regionalliga-Vorrunde zu erspielen. Daher wusste ich, hier geht heute was“, beschreibt Buchner die Stimmung vor dem ersten Spiel gegen die SF Budenheim II. 

„Ich habe die Jungs heiß gemacht, ihnen gesagt, da ist was drin. Entsprechend sind wir mit einer ganz anderen Körpersprache in das Spiel gegangen als gegen Worms“, erzählt Buchner. Dennoch war die Partie lange auf Augenhöhe, auch die Anfangsphase verlief ausgeglichen, 8:8 nach zwölf Minute, zu diesem Zeitpunkt hatte die Führung bereits mehrfach die Seiten gewechselt. Mit einem Doppelschlag binnen 26 Sekunden durch Henrik Honeck auf 8:10 (15.) übernahm der TuS die Spielkontrolle und gab die Führung in der Folge nicht mehr aus der Hand, auch wenn sie Budenheim nicht vorentscheidend distanzieren konnten. „Die Jungs haben gekämpft, haben alles reingeworfen“, lobt Buchner. Ein starkes Tempospiel aus einer stabilen Abwehr heraus sorgte für viele einfache Tore, zudem funktionierte im Positionsangriff die taktische Variante mit vier Rückraumspielern super: „Da haben die Jungs gezeigt, was sie können, sie haben Budenheim auseinandergespielt“, schwärmt Buchner. Am Ende hatten die Dansenberger dann auch mehr Kraftreserven als die Rheinhessen. 

Anschließend hatte die A-Jugend aber nur 30 Minuten Pause bis zum Spiel gegen Gastgeber HSG Dudenhofen/Schifferstadt. Da die HSG und Budenheim in der ersten Partie des Tages nur Unentschieden gespielt hatten, reichte dem TuS ein Unentschieden zum Gruppensieg, aber: „Die Jungs waren so heiß, sie wollten unbedingt gewinnen“, erzählt Buchner. So knüpften sie nahtlos an die Leistung aus der ersten Begegnung an und ließen sich in ihrem guten Tempospiel nicht anmerken, dass sie bereits das zweite Spiel hintereinander bestreiten. Dudenhofen/Schifferstadts offensive Abwehr spielte Buchners Jungs zusätzlich in die Karten, die taktische Variante mit vier Rückraumspielern kam hier vollends zur Entfaltung, die Gastgeber fanden dagegen keine Lösungen. Und obwohl es das zweite Spiel in Folge war, waren es die Dansenberger, die am Ende noch mehr Kraftreserven hatte, da machte sich das intensive Training bezahlt. Denn, nachdem das Spiel lange ausgeglichen war, und der TuS sogar mit einem Rückstand, 14:15, in die Pause musste, konnten sie sich Mitte der zweiten Halbzeit entscheidend absetzen und in der Schlussphase nochmal erhöhen, Endstand 34:27.

So ist die A-Jugend in der Vorrunde der Regionalliga Südwest als Zweiter gesetzt. „Ich habe ein gutes Gefühl für nächste Saison“, zeigte sich Buchner voller Vorfreude.

Nachwuchsleistungskoordinator Peter de Hooge resümiert: „Eine souveräne Quali mit fast nur dem jüngeren Jahrgang. Die Jungs haben das wirklich gut gemacht und haben in der Runde viel Zeit, sich weiterzuentwickeln. Ich hoffe auf die Meisterrunde, die Qualität dafür haben sie auf jeden Fall.“

Autor: Martin Kling
 

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