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Verlustpunktfrei auf Meisterschaftskurs

Nach dem überzeugenden Start in die Meisterrunde mit deutlichen Siegen gegen Mitfavorit HC Koblenz (38:22) und die Südpfalztiger (38:24) stand für die A-Jugend des TuS 04 Dansenberg unter der Leitung von Trainerduo Andreas Ireland und Gabor Tüdös der nächste Gradmesser vor der Tür – man empfing die HG Saarlouis zum Gipfeltreffen. In den letzten Spielen vor der Winterpause drehte das A-Team noch einmal kräftig auf. Es war ein echtes Spitzenspiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe, spannend bis zum Schluss, mit dem glücklicheren Ende für den TuS: „Wir hatten das Glück auf unserer Seite, das Glück des Tüchtigen“, kommentierte Gabor Tüdös und Ireland fügte zufrieden an: „Die Partie wird uns und den Jungs in bester Erinnerung bleiben, ein echtes Highlight.“

Die beiden hatten ihre Mannschaft bestens auf das Duell gegen den Angstgegner, an dem man die letzten beiden Jahre immer knapp scheiterte, eingestellt, die Jungs wurden zudem von einer großartigen Kulisse in der heimischen Sporthalle unterstützt. Die Hausherren legten stark los und führten nach elf Minuten 8:4. „Die Laufwege funktionierten gut und wir konnten Saarlouis lange auf Abstand halten“, lobte Ireland. So lagen die TuS-Youngsters bis zur Pause immer, meist mit zwei oder mehr Toren, in Führung. Das sollte sich jedoch in der zweiten Halbzeit auf Anhieb ändern. Saarlouis glich aus und ging in der Folge erstmals in Führung, 20:21 (34.). Etwa zehn Minuten lang mussten die Hausherren dem Rückstand hinterherlaufen, ehe sie die Partie in der 46. Minute wieder drehen konnten, 25:24. „Wir haben uns zu viele technische Fehler erlaubt, was dazu führte, dass es spätestens in der zweiten Halbzeit zu einem Spiel auf Augenhöhe wurde“, monierte Ireland, der folglich an seine Jungs appellierte, weiterhin mit Köpfchen zu agieren.

Die Schlussphase gestaltete sich dann als wilder Schlagabtausch, die Führung wechselte in zwölf Minuten fünfmal die Seiten. 68 Sekunden vor Schluss gelang Saarlouis dann, nach einer eigenen Auszeit, der Ausgleich zum 30:30. Doch diese Auszeit ermöglichte es auch dem Dansenberger Trainerduo, finale Laufwege und Spielzüge zu besprechen, sodass es Kapitän Vincent Uben im vorletzten Angriff des Spiels gelang, nach einer langen Kreuzung den Ball zur Führung im Tor der Gäste zu versenken. Kurz darauf eroberte die TuS Abwehr den Ball zurück und Lars Rozina traf zehn Sekunden vor Schluss zum entscheidenden 32:30, was „den Kampf endgültig besiegelte“, beschreibt Ireland die intensive Partie.

Die darauffolgenden Spiele gegen die mJSG Heiligenstein/Mundenheim/Rheingönheim und die TSG 1846 Mainz-Bretzenheim waren „von Höhen und Tiefen geprägt. Man merkte den Jungs an, wie wichtig eine Pause ist“, beschreibt Ireland, Tüdös fügt an: „Die Spiele waren nicht so stark wie das gegen Saarlouis. Es hat sich bemerkbar gemacht, dass die Hinrunde sehr lang war.“ Denn die A-Jugendlichen des TuS waren die gesamte Hinrunde über auch bei den aktiven Mannschaften der Dansenberger im Einsatz, waren dort teils bereits Leistungsträger und hatten eine Dreifachbelastung. „Die Jungs hatten viele Spiele in den Knochen. Großen Respekt an unsere Jungs, dass sie sich neben der A-Jugend auch bei den aktiven Teams als fester Bestandteil etabliert, haben“, lobt Ireland. 

Die TuS-Youngsters haben trotz der Mehrfachbelastung eine hervorragende Moral gezeigt und bisher alle Spiele der Meisterrunde gewonnen. Die mJSG besiegte man zuhause klar mit 34:25, in Mainz gewann der TuS 27:32.

Zum Abschluss der Hinrunde empfing die A-Jugend am 18.Januar den luxemburgischen HC Berchem und rang diesen in einer intensiven Partie mit 30:26 nieder. So bleibt der TuS mit 16:0 Punkten Tabellenführer der Meisterrunde.

„Wir sind sehr glücklich, weiterhin verlustpunktfrei zu sein und haben unser Ziel für die Hinrunde erreicht“, freut sich Tüdös und betont erneut: „Unser Ziel ist weiterhin die Meisterschaft.“ Das wird nicht einfach werden. Einerseits hatten die Dansenberger in der Hinrunde viele Heimspiele, müssen im neuen Jahr nun viel reisen - nur ein Heimspiel in der Rückrunde -, andererseits bleibt die Mehrfachbelastung ein bestehendes Problem. Beide Herrenteams des TuS befinden sich im Abstiegskampf und sind auch Unterstützung der A-Jugendlichen angewiesen, die wohl noch mehr Verantwortung als bisher übernehmen werden müssen, das wird Kräfte rauben. 

Die HG Saarlouis und der HC Koblenz werden die Hauptverfolger in einem Dreikampf um die Meisterschaft bleiben. Beide haben erst einmal verloren, gegen den TuS, allerdings noch nicht gegeneinander gespielt. Das Spiel in Koblenz am 24. Januar wird ein Gradmesser für die Rückrunde werden, während das Rückspiel in Saarlouis am 7. Februar bereits die Meisterschaft entscheiden könnte. „Wir sind als Team gefordert und blicken auf eine äußerst positive Resonanz zurück, für die wir uns in diesem Jahr belohnen möchten. Wir sind wahnsinnig stolz auf unser Team“, schwärmt Ireland, Tüdös ergänzt: „Wir sind mit der Entwicklung der Mannschaft sehr zufrieden, gerade was die Abwehrarbeit angeht. Wir haben die stärkste Defensive der Meisterrunde, das ist der Erfolgsgarant.“

Beide gehen also sehr optimistisch in die Rückrunde, wissen aber auch: Die schweren Auswärtsspiele müssen erstmal gewonnen werden und die Zusatzbelastung durch Spiele bei den Aktiven kann eine Rolle spielen.

Autor: Martin Kling 

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